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Rückblick auf zwei Jahre Pandemie

Zwei Jahre später und das Virus hält die Welt immer noch fest im Würgegriff. Wieder die nächste Welle, wieder Hoch-Risiko-Gebiet-Einstufungen und wieder sich ständig ändernde Einreiseregeln.

Einige Reisende kehren von der Weltreise frühzeitig zurück, weil eine vernünftige Weiterreise nicht möglich ist und die Anzahl der Vanlifer steigt nicht nur wie die Pilze aus dem Boden nach einem schönen Regentag. Sie steigt gefühlt exponentiell (#indeckung #shitstormgefahr) 😉

Jammern möchte ich nicht. Natürlich bin ich ebenfalls, wie viele andere, des Ganzen müde und überdrüssig. Dennoch bin ich nach wie vor der Meinung, dass solange meine Liebsten und ich gesund sind, steht mir das Jammern schlicht nicht zu. Weder arbeite ich als Ärztin, noch als Pflegekraft oder eine Krankenschwester auf einer Intensivstation.

Der Mensch neigt schließlich oft dazu, seine persönliche Situation wesentlich stärker zu gewichten und den Blick auf das große Ganze zu verlieren. Denn im globalen Kontext geht es uns in Europa doch sehr gut. Andere Länder haben es wesentlich schlimmer und sind doppelt und dreifach betroffen.

Neben Kriegsschauplätzen, Corona und des Wegfalls des Einkommens durch Tourismus kommt bei sehr vielen Ländern mangelnde medizinische Versorgung dazu. Dort geht es um Leben und Tod in einem ganz anderen Ausmaß als hierzulande.

Während in Deutschland wegen schlechter Koordination Impfstoffe weggeschmissen werden, ist in Afrika lediglich jeder zehnte geimpft. Und zwar nicht aus Ablehnung oder Skepsis, sondern aus Mangel an Möglichkeiten.

Betrachtet man die Situation im Kontext, relativieren sich (für mich) die persönlichen Unannehmlichkeiten und Einschränkungen doch sehr stark. Es ist nicht die Pest und nicht die Cholera. Wir haben relativ gute medizinische Versorgung und ein sehr gutes soziales Netz. Wir haben Impfstoffe und das (unverdiente) Privileg auch noch mit diesen priorisiert versorgt zu werden. Außerdem versuche ich nicht die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Pandemie zu verlieren.

Da ich bei dem Jahresrückblick 2021 in erster Linie anderen Bloggern die Möglichkeit geben wollte auf die positiven Ereignisse des vergangenen Jahres zurückzublicken, folge ich nun sehr gerne dem Aufruf von Ulrike von Bambooblog und halte mal fest, was ich alles ohne die Pandemie nicht gemacht oder nicht erlebt hätte.

Fortschritt bei Home Office Regelungen

Ich hätte es in den nächsten 10 Jahren nicht erlebt, dass mein Arbeitgeber sich eingestehen muss, dass HomeOffice doch sehr wohl gut funktionieren kann. Ob ich jemals die Zeiten erleben werde, dass man 100% remote arbeiten kann, mag ich zu bezweifeln. Dennoch freue ich mich über noch so kleinen Schritt in Richtung Flexibilität in der Arbeitswelt.

Zeit zum Lesen zu haben

In einem durchgetakteten Alltag finde ich leider viel zu selten Zeit um gute Bücher zu lesen oder auch schöne Filme über Reisen und Abenteuer zu schauen. Einige der sehr bekannten Bücher habe ich für mich erst in der Pandemie entdeckt.

Österreich kennen und lieben gelernt

Wie die Meisten hierzulande haben wir sehr viel von der näheren Umgebung erkundet. Unzählige wunderschöne Orte in und um München, in Bayern und in Österreich. Insbesondere das Nachbarland haben wir so oft besucht, wie es uns möglich und erlaub war und haben jede Minute genossen.

Der schönste Strand der Welt: Anse Lazio ganz für uns allein
Einsame Strände der Seychellen genossen

In 2020 haben wir uns getraut und sind auf die Seychellen geflogen. Die schönsten Strände der Welt ganz für sich allein zu haben, ist ein unbeschreibliches Gefühl. Ohne Corona hätten wir die Strände so niemals erlebt. Ebenfalls hat es sich gut angefühlt, das vom Tourismus extrem abhängige Land wenigstens ein klein wenig unterstützen zu können. Einige der Restaurants haben die Pandemie nicht überstanden. So war es schön, wenigstens den Ferienhausbesitzern ein wenig helfen zu können.

Sich den Traum einer Reise auf die Malediven erfüllt

Und was für einen! Neben der Möglichkeit mit Meeresschildkröten zu schnorcheln habe ich schon immer davon geträumt einmal auf einer Sandbank auf den Malediven stehen zu können. Entlang dieses Naturwunders zum Sonnenuntergang spazieren zu gehen und zu beobachten, wie die Wellen von zwei Seiten aufeinanderprallen.

Ob wir uns diesen Traum ohne Corona hätten erfüllen können? Da bin ich mir nicht ganz sicher. Das wunderschöne und leider sehr teure Ressort Kuramathi ruft zu normalen Zeiten ganz andere Preise auf. Da aufgrund der Lage das Hotel lediglich zur Hälfte belegt war, haben wir sogar ein kostenloses Upgrade auf ein wunderschönes Beach Bungalow mit direktem Zugang zum Meer und dem Riff sowie perfekter Lage auf der Insel erhalten. Ohne Corona wäre uns das sicherlich nicht passiert.

Und das Wichtigste zum Schluss…

Endlich dieses Projekt gestartet

Seit unserer Reise nach Peru in 2017 wollte ich dieses Projekt starten. Nach einigen gescheiterten Versuchen einen persönlichen Reiseblog zum Laufen zu bringen, habe ich es wie jeder Blogger irgendwann feststellen müssen, dass schreiben alleine nicht reicht. Damals wusste ich nicht was SEO bedeutet, Facebook habe ich schon immer gehasst und Instagram brachte keine Erfolge.

Zu dem Zeitpunkt habe ich mir gewünscht es gäbe eine Blogroll, wo man meine aktuellen Artikel einfach finden kann. Ohne SEO, ohne Facebook, ohne Insta. Nur gab es die leider nicht. Dass so eine Blogroll aufzuziehen eine Mammutsaufgabe ist, war mir natürlich auch klar. Und erst mit der durch Corona gewonnen Zeit an den Wochenenden habe ich mich endlich getraut mich dem Projekt zu widmen. Schauen wir mal, ob es erfolgreich wird 😉

Fazit:

Eine Pandemie zu erleben und durchzustehen ist sicherlich alles andere als leicht. Sich auf die positiven Seiten und Lichtblicke zu konzentrieren ebenso. Umso mehr sollte man sich bemühen, das Schöne in jedem einzelnen Tag zu finden und das Leben trotz Corona (oder gerade deswegen) möglichst in vollen Zügen zu genießen. Denn das Leben ist kurz. Machen wir das Beste draus.

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